Nicola Beer in Heusenstamm

Weltbeste Bildung fordert Nicola Beer, MdB, für Deutschland am vergangenen Samstag im SchlossHotel Heusenstamm. „Wenn wir unseren Wohlstand bewahren und im weltweiten Wettbewerb die Nase vorn behalten wollen, wird dies nur mit dem höchsten Anspruch an unser Bildungssystem gelingen“ sagte die FDP Generalsekretärin und Staatsministerin a. D.

Beer sprach auf Einladung der FDP Heusenstamm, für die Ortsvorsitzender Uwe Klein die engagierte Politikerin und die Zuhörer begrüßte. Sie zählte auf, was sich alles ändern müsse, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Die wichtigste Rolle falle den Lehrern zu. Eine ausreichende Lehrerversorgung, mir der sich die von CDU und Grünen gestellte hessische Landesregierung brüste, stehe allenfalls auf dem Papier. Die große Koalition aus CDU und SPD in Berlin werde in der laufenden Amtsperiode über 100
Milliarden Euro mehr an Steuern einnehmen. Das Geld fließe aber nur zu einem verschwindend kleinen Bruchteil in die Bildung. Mit einer besseren Ausstattung der Schulen müssten die Voraussetzung für digital unterstütztes Lernen geschaffen werden. Die Programme könnten die Lehrer bei der individuellen Förderung der Schüler ganz wesentlich unterstützen und damit zu deren Entlastung beitragen. Eine leistungsgerechtere Bezahlung der Lehrer, die den erreichten Lernerfolg mit einbezieht, würde den Lehrerberuf wieder attraktiver machen.

Klein bemängelte, dass es viel zu lange gedauert habe, bis der Kreis Offenbach als Schulträger endliche einen neuen Schulentwicklungsplan vorgelegt hat. „Jetzt stehen Baucontainer vor den Schulen, aber nicht für Bauleute, sondern für Schüler.“

Ernestos Varvaroussis, FDP-Direktkandidat im Wahlkreis 45, rief die Bürgerschaft zu politischem Engagement auf. „Wir müssen uns den Kräften entgegenstellen, die die Gesellschaft spalten wollen“. Neben der Bildung gehört der Ausbau der Infrastruktur zu seinen Prioritäten. „Die Investitionen sind nicht ausreichend, Hessen fahre auf Verschleiß“, so der Unternehmer aus Rembrücken.

Die FDP Heusenstamm bedankt sich bei allen freiwilligen Helfern. Ein besonderer Dank geht an Herrn Alexander Jungmann, der den Abend mit der Kamera begleitet hat.